Allgemeine Informationen
SATA/SAS gekreuzt oder nicht gekreuzt ... ?
das ist hier die Frage. Tatsache ist, die SATA-Leitung muss auf dem Weg vom Controller zur Festplatte genau einmal gekreuzt werden, ähnlich einem Netzwerk-Crossover-Kabel. Allerdings wird diese Kreuzung gemäß der Spezifikation innerhalb der Festplatte durchgeführt, so dass die eigentliche Kabelverbindung 1:1 durchgeführt sein muss. Leider werden immer wieder Slot-Adapter, Backplanes und ähnliches angeboten, die die Kreuzung bereits integriert haben. Wichtig ist dann, dass die Anschlusskabel nochmals gekreuzt sind. Bei den Kabeln wird dies mittlerweile häufiger angegeben, bei Backplanes und Slot-Adaptern allerdings nicht.
Zwei SATA-Anschlüsse bei SAS Wechselrahmen und Backplanes
Der zweite Anschluss ist farblich (meistens gelb oder orange) gekennzeichnet. Er dient dazu, die Festplatte an einen zweiten Controller anzuschliessen. Wenn der erste Controller ausfällt, kann immer noch der zweite auf die gleiche Festplatte zugreifen (Redundanz). Der gleichzeitige Zugriff ist auch möglich. Dies funktioniert aber nur bei SAS-Festplatten. Bei SATA-Festplatten ist der Anschluss ohne Funktion.
Mein externes Gehäuse wird unter Windows plötzlich nur noch fehlerhaft erkannt.
Bevor Sie jetzt das Gehäuse in Reparatur geben, versuchen Sie bitte folgendes: Schliessen Sie das Gerät an. Es wird natürlich nicht erkannt. Gehen Sie dann in den Gerätemanager und deinstallieren das fehlerhafte Gerät. Trennen Sie anschliessend das Gehäuse vom Computer und shliessen es erneut an.

Hintergrund: Wir bekommen immer wieder Gehäuse eingeschickt, die völlig in Ordnung sind. Wenn wir hier die Platine tauschen würden, glaubt Windows, ein völlig neues Gerät wäre angeschlossen und installiert einen neuen Treiber passend für dieses Gerät. Genau das gleiche erreichen Sie durch obige Prozedur.
Software-RAID über externe Gehäuse
Um unter Windows einen Software-RAID zu erstellen, müssen die entsprechenden Laufwerke in Dynamische Datenträger konvertiert werden. Windows unterstützt allerdings keine dynamischen Datenträger auf wechselbaren Medien (die USB- oder Firewireschnittstelle gehört dazu). Die Erstellung eines Software-RAIDs unter Windows ist somit nicht möglich.
Formatieren unter Windows 2000 / Windows XP
Das Formatieren von (externen) Festplatten unter Windows 2000 und Windows XP kann scheitern unter der Voraussetzung, daß die Partition größer als 32GB und als Dateisystem FAT32 ausgewählt ist; die Formatiering wird nicht abgeschlossen. Dies ist allerdings ein rein betriebssystemspezifisches Problem. Evtl. können Tools wie Partition Magic hier helfen. Der Zugriff auf vorhandene FAT32-Partitionen ist allerdings problemlos möglich.

Unter http://www.ridgecrop.demon.co.uk/fat32format.htm finden Sie ein kleines DOS-basiertes Alternativ-Tool, welches einwandfrei funktioniert.
LG GSA-4120B
Dieses Laufwerk verursacht zeitweise recht unterschiedliche Fehler, wenn es in externe Laufwerksgehäuse eingebaut wird. Die Fehlerpalette ist sehr vielfältig und reicht von der einfachen Nichterkennung über Brennprobleme bis hin zum Systemabsturz. Hierbei spielt der Hersteller und der verwendete Chipsatz des Gehäuses keine Rolle. Einige Gehäuse können durch ein Firmwareupdate angepasst werden.

Nachtrag: LG hat mittlerweile nachgebessert. Die neuen Modelle haben dieses Problem nicht mehr.
Externe Laufwerks-Gehäuse und Linux
Auch, wenn nicht ausdrücklich erwähnt, unsere externen Gehäuse laufen prinzipiell auch unter Linux. Voraussetzung ist hier Kernel 2.4.20 oder höher.
Hot-Swap
Bezeichnet die Fähigkeit, ein Gerät (Laufwerk, Netzteil, oder andere Geräte) an den Computer anzuschliessen während dieser läuft. Hot Swap bezieht sich auch auf die Trennung eines Gerätes vom Computer. Hierzu muss z.T. das Gerät zuvor betriebssystemseitig abgemeldet werden (z.B. umount unter Linux, "Hardware sicher entfernen" unter Windows).
ATX / BTX / EPS / SSI / ATX12V / AMD / WTX ???

ATX Netzteile erkennt man an dem 20poligen Mainboard-Stecker. Neben dem 4poligen Prozessor-Stromanschluss kann bei den 250W und 300W-Versionen noch ein 6poliger AUX-Stecker vorhanden sein.

EPS und SSI beschreiben nach ublichem Sprachgebrauch ein und dasselbe, obwohl dies streng genommen nicht richtig ist. EPS beschreibt nur das Netzteil (EPS = Enhanced Power Supply) und SSI die Organisation, die spezielle Anforderungen an Server und Komponenten standardisiert (SSI = Server System Infrastructure). SSI verlangt für Server-Boards ein EPS-Netzteil. Die Besonderheit der EPS-Netzteile ist, daß der Prozessor-Strom (hier 8polig) uber einen eigenen Wandler im Netzteil erzeugt wird, um die Stabilität der Spannung zu erhöhen. Anderenfalls könnte unter Last durch Strom- und Spannungsschwankungen die Stabilität des Systems beeinträchtigt werden. Viele Anbieter von Netzteilen geben an, daß es sich um EPS-Netzteile handelt. Der Anschluss ist zwar korrekt, jedoch erfüllen die Netzteile die ubrigen Spezifikationen vielfach nicht.

Nachtrag: Die Spezifikation erlaubt unter bestimmten Umständen, dass der Prozessorstrom von der gemeinsamen 12V-Schiene abgegriffen werden darf.

Als ATX12V-Netzteil bezeichnet man allgemein ATX-Netzteile, welche mit zusätzlichem Prozessor-Stromanschluss (4-pin) versehen sind.

In aktueller ATX-Spezifikation wurde der 20polige ATX-Stecker um 4 Pole erweitert und entspricht jetzt dem Stromanschluss nach SSI-Spezifikation. Der Prozessor-Stromanschluss bleibt jedoch weiterhin 4polig. Zudem wurde der SATA-Stromanschluss in die Spezifikation mit aufgenommen. Der Prozessorstrom wird wie bisher der normalen 12V Schiene entnommen. EPS-Netzteile können ebenso verwendet werden.

AMD hat fur einige Serverboards einen eigenen Stromanschluss entwickelt (Ebenfalls 24polig mit 8poligen Prozessor-Stromanschluss). Die Belegung unterscheidet sich jedoch vom SSI Anschluss deutlich. Dieser Anschluss hat sich nicht durchgesetzt und wird mittlerweile nicht mehr hergestellt. Es sind jedoch noch Mainboards in Umlauf, die diesen Anschluss benötigen.

Gleiches gilt fur den WTX-Anschluss, der ursprünglich fur Serverboards (Intel?) vorgesehen war.

Die BTX-Mainboards benötigen ein Netzteil nach ATX2.2-Spezifikation, die Bauform des BTX-Netzteiles ist jedoch nicht kompatibel mit den ATX Netzteilen.

Bei Mainboards mit Dual-Core-Unterstützung kann der Prozessorstromstecker auch 8-polig sein. Die Anschlüsse entsprechen dann der SSI-Spezifikation für Serverboards. Die möglichen Stromstärken und Effizienzen nach SSI-Spezifikation werden aber gerade bei billigen Netzteilen nicht eingehalten, was aber bei normalen Gebrauch nicht unbedingt nachteilig ist.

 
top
 

© Multicase Computer GmbH